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B.I.G. e.V.
Komponist, Arrangeur, Theatermusiker
Jazzakademie
Vorstellung des Vereins und der Projektkonzeption


Der gemeinnützige Verein B.I.G. e.V. (Brühlsche Improvisations-Gemeinschaft) wurde im Jahr 1992 von Chemnitzer Amateur- und Profimusikern gegründet. Ziel des Vereins ist es, musikalisch interessierten Menschen eine Plattform zu schaffen, auf der sie sich kreativ und weiterbildend betätigen können. Der Verein besteht zur Zeit aus 10 Mitgliedern, die auf ehrenamtlicher Basis versuchen, einen Teil der aktive Chemnitzer Musikszene (vorrangig nichtkommerzielle Musik, Jazz etc.) zu unterstützen und anzuregen, sich mit diesen musikalischen Genres zu beschäftigen.
In den Vereinsräumen proben neben der Bigband zur Zeit vier weitere Bands und es finden regelmäßig Workshops (z.B. Percussion mit Kwashi Safroh) statt.
In den vergangenen Jahren profilierte sich der Verein B.I.G. e.V. zu einer Kultureinrichtung von regionaler bis teilweise überregionaler Bedeutung. Durch die Ausrichtung der jährlich stattfindenden "Chemnitzer Jazzakademie" im Besonderen, sowie die seit Anfang 1994 bestehende Bigband "Monsters Of Intonation" wurde der Verein auch über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt. Außerdem wurden Konzepte entwickelt, die im Spannungsfeld zwischen kommerziellem Konzert und musikalischen Bildungsangeboten einen Nährboden schaffen sollen, auf dem sich eine regionale Jazz- und Jazzmusikerszene entwickeln kann. Da für die Jazzmusik Toleranz, Gleichberechtigung, Einfühlungsvermögen und unbedingte Akzeptanz unter den Musikern Bedingung ist, kann man nur wünschen, daß sich diese Grundanliegen durch die Verbreitung und den Umgang mit dieser Musik in andere Bereiche des Lebens übertragen.

Chemnitzer Jazzakademie

Diese Veranstaltungsreihe, die jedes Jahr im September/Oktober (seit 1992) statt findet verbindet Konzerte mit kreativen Aktionen.
Im Mittelpunkt stehen vorallendingen Aktionen in denen sich chemnitzer Künstler verwirklichen können. Vorrang haben dabei Neuschöpfungen. Der Verein will damit die Künstler animieren eigene Stücke zu schaffen und zu präsentieren.

Einige Höhepunkte der 12 Jahre Jazzakademie

Workshop und Konzert der "Monsters of Intonation" mit Peter Kowald
Workshop und Konzert der "Monsters of Intonation" mit Hannes Zerbe
Workshop und Konzert der "Monsters of Intonation" mit Helmut Joe Sachse
Workshop und Konzert der "Monsters of Intonation" mit Willem Breuker
Workshop und Konzert der "Monsters of Intonation" mit Volker Schlott
Workshop und Konzert mit Frank Nimsgern (Chaka Kahn, Billy Cobham)

Uraufführungen

"HOR" nach Michael Ende
Regie: Johannes Mager, Musik: Steffan Claußner, Video Toni Scholz

Theater -Jazz - Performance "Der Sandmann" nach E.T.A.Hoffmann
Regie: Carsten Knödler, Musik: Steffan Claußner

Jazzsport/Sportjazz Jazz als purer Zweikampf-Schlag um Schlag, Ton auf Ton

"Piktors Verwandlung" nach Hermann Hesse
Dramaturgie Claudia Philipp, Regie : Carsten Knödler, Musik: DeTonaktion
Choreographie: Benjamin Zettel

"Rooms and Vibrations" nach Texten von Frank Zappa
Musik: Steffan Claußner, Sprecher : Bern Michael Beyer

"Der Mann im Fahrstuhl" nach Heiner Müller
Theater im Paternoster
Regie: Bernd Michael Beyer, Musik: Steffan Claußner

The Monsters of Intonations goes Klezmer
Wie klingt Klezmer wenn 15 Musiker aus der Jazz und Klezmerszene musikalische Zeitbezüge zwischen Klezmer und E- und U-Musik herstellen? Sofort fallen uns Parallelen zu Doran Bregovic oder David Krakauer ein, wenn wir diese Klanggewalt der Bigband hören. Durch Einbeziehung moderner Sound's und Groov's entsteht eine Klanglawine der man sich nicht entziehen kann.
Die Monsters of Intonation seit zehn Jahren immer auf der Suche nach innovativen Formen um Jazz neues Leben einzuhauchen, setzt mit diesem Projekt nicht nur musikalische Impulse.
Mit dabei sind Musiker der Yankele Kapelle, DeTonaktion, der Philharmonie Chemnitz und freie Musiker.


"Papiermusik" - Klänge und Geräuschen , die mit Papiermaterialien erzeugt werden, als Grundlage elektronischer Bearbeitung, Verfremdung und freier Improvisation

1. Konzert für Marimbaphone mit sprechenden Bewegungen für 15 Musiker und 6 Akteure von Steffan Claußner
Eine Medien Improvisation
In diesem Konzert werden die drei Elemente (Feuer, Wasser, Luft) gleichgesetzt mit den Zeitbegriffen (Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft) und den Aktionsbegriffen Gedanke, Wort und Tat. Diese Dreiteilungen werden durch die Medien Musik, Tanz , Theater (Sprache), durch je drei Solisten in diesen Bereichen und durch drei szenische Ansätze beleuchtet, oder besser im Fenster des "Konzerts" hör-, fühl- und sichtbar gemacht.
Geräuschkompositionen stehen neben seriellen und tonzentralen Elementen und Improvisationen die durch die Bewegungen der Tänzer oder den Texten der Schauspieler aleatorisch verwoben werden.
Das Ensemble besteht aus Musikern und Solisten der Robert Schumann Philharmonie Chemnitz, freien Jazzmusikern, Tänzern und Schauspielern des Städischen Theaters Chemnitz. Außerdem sind der Videokünstler Toni Scholz, der Choreograph Torsten Händler und der Regieseur Carsten Knödler beteiligt.


Weitere Konzerte waren


Emil Mangelsdorf-Quartett
Vysniauskas-Jörgensmann-Quintett
Moscow-Art-Trio
Wladimir Tarasov
Burkhardt Glaetzner
Peter Brötzmann
Willem Breuker Kollektief
NoJazz
Bigband Prokopätz
Yusupha Kuyateh
Zabriskie Point
Die Zöllner
Hannes Zerbe Trio
Fun Horns
Detonaktion
Andy Faller-Trio
Phil Minton Quartett
Tristan Honsinger
Anatoly Vapirov Trio
Manfred Hering
Lauren Newton
Arno Wyzniewsky
Prof. Dr. Ilse Storb
Frank Nimsgern Group
Wolfgang Schlüter
Michael Naura
Derrik James
Francesco Cottone
Max Hughes
Guido Jöris
Dietmar Diesner
Friedirch Schenker
Remy Filipovitch
Gediminas Laurinavicios
Uwe Oberg
Günther Baby Sommer
Peter Giger
Gerd Dudek
Vitold Rek




15. Chemnitzer Jazzakademie (vom 22.02.-04.12.06)

Aufbauend auf den Erfahrungen des letzten Jahres werden wir mehrere Konzerte über das Jahr verteilt durchführen. Die Konzentration auf nur eine Woche wie in den Jahren davor hat sich was die Publikumsresonanz betrifft, für uns überholt.

Als Projekt für die "Monster of Intonation" steht der Saxophonist und Komponist John William Coltrane im Mittelpunkt.
Coltrane war einer der führenden Musiker der Jazz-Avantgarde. In Form eines Konzertes, einer Performance soll mit theatralischen und musikalischen Mitteln sein Schaffen an Hand seiner Lebensstationen gezeigt werden. Seine Kompositionen und sein Improvisationsstil und dessen Wandlungen waren prägend für mehrere Jazzmusikergenerationen.


Aufführung am 22.09.2007 im VEB Armes Theater Schönherrstr. 8
The Way of Coltrane

Mit den Monsters of Intonations und Schauspielern der Städtischen Theater Chemnitz
Regie: Frank Horst
Musik. Leitung: Steffan Claußner

Angekoppelt an dieses Projekt wollen wir einen Wettbewerb für junge Saxophonisten durchführen. Als Preis soll eine Veröffentlichung des jeweiligen Konzertes des Preisträgers stehen. Drei Kategorien sind für die Bewertung vorgesehen.
Solospiel
Arbeit in der Bigband
Eigene musikalische Darestellung

Uraufführung "1907-1997" (Elektronische Musik)
1907-1997
Diese Jahreszahlen stehen für das Leben von Manfred Baron von Ardenne. Einem Physiker der eng verbunden ist mit der Entwicklung unsere Medien.
Die elektronische Musik die sich in diesem Zeitraum parallel enwickelte ist auch verbunden mit den Patenten (Mehrfachelektronenröhre) von Manfred von Ardenne.
In Form einer Text und Musik-Collage soll dieser Zusammenhang und die Persohn
des Ausnahmephysikers und sein Wertegang beschrieben werden.
Mehrere Generatione elektronischer Musikinstrumente kommen dabei zum Einsatz.
(Theremin, Elektronenorgel, Airsyth, Wavedrum, Sampler)
Erstmals eingesetzt wird eine Multisurroundbeschallung.

Aufführung am 23. 11.2007
VEB Armes Theater, Schönherrstr. 8, 09116 Chemnitz
Komposition: Steffan Claußner
Textfassung/Sprecher: Carsten Knödler

Uraufführung
Masse und Macht nach Elias Canetti
- Sprachschattenspiel -
"Nichts fürchtet der Mensch mehr als die Berührung durch Unbekanntes (...)

Alle Abstände, die die Menschen um sich geschaffen haben, sind von dieser Berührungsfurcht diktiert (...) Diese Abneigung vor der Berührung verlässt uns auch nicht, wenn wir unter Leute gehen (...)

Eine rätselhafte wie universale Erscheinung ist die Masse, die plötzlich da ist, wo vorher nichts war. Einige wenige Leute mögen beisammen gestanden haben, fünf oder zehn oder zwölf, nicht mehr.
Nichts ist angekündigt, nichts erwartet worden. Plötzlich ist alles schwarz von Menschen. Von allen Seiten strömen andere zu, es ist, als hätten Strassen nur eine Richtung.
Die Sprache wird zur Musik. Die Inhalte zu Schatten die uns umströmen uns ertasten.
Buch: Gregor Kuhn
Regie: Carsten Knödler
Sprachmusik: Steffan Claußner
Schatten: ???

Aufführung im Oktober 2007
Der Ort steht noch nicht fest. (Galeria Roter Turm, Oper Chemnitz, Halle 6 Kulturfabrik Schönherr, ???)


4 Konzerte mit dem
Grand Solitaire-Orchestre (Neue Musik)

Musik im Black
- electronic's - picture's - noizz - newjazz -
energetisch + hypnotisch, freak - sound für das nächste Jahrhundert

Die Musiker agieren im Black - zu sehen sind schemenhaft ihre Instrumente. Wie von selbst werden Sound's, Lichtimpulse und Laserbildmuster erzeugt. Die Kompositionen beziehen die elektronischen und die Lichtelemente mit ein.
Die Anzahl der Musiker, das Instrumentarium bleibt stehts im Dunkeln. Die Konzerte sind Uraufführungen deren Titel im Alphabet fortschreiten.